Führungen

Führungen

30 Jahre und kein Ende

Die Furcht vor Tod und Verderben wird zum ständigen Begleiter. Wie soll man rechtschaffen bleiben, wenn plündernde, brandschatzende Söldner und verheerende Seuchen die Ordnung auf den Kopf stellen? Was ist das nur für ein Leben?

Aachenwallfahrt

Es sind keineswegs nur fromme Pilger, die alle sieben Jahre auf dem Weg nach Aachen in Massen in die Stadt strömen. Auch allerlei seltsames Volk treibt sich hier herum – und die Hildesheimer gehen selbst auf die Wallfahrt, nachdem sie ihr Haus bestellt und ihr Testament gemacht haben. Der Bürgermeister selber mit Tochter und Gefolge ist dabei! Oder soll man lieber gleich „pilgern lassen“?

Brechende Steine – rollende Köpfe (Steingrube)

Vom Steinbruch zur Richtstätte, vom Viehmarkt zum Exerzierplatz: rund um die Steingrube war schon immer viel los.

Bürger, Stifter, Protestanten (St. Andreas)

Bürger durften sich eine eigene Kirche bauen und wurden dazu noch von einem Bischof unterstützt.  In der Andreaskirche spielten sich über Jahrhunderte richtungsweisende historische Ereignisse ab.  

Dem Bürger zur Plage

Auch als Bürger Hildesheims hatte man zu oft mit Problemen zu kämpfen: die ständige Angst vor der Pest und anderen Seuchen, mordlüsterne Kriegsknechte vor den Toren, Hochwasser und Feuersbrünste und nicht zuletzt die Erhöhung der Biersteuer.

Dem Himmel so nah

1. Eine besondere Bedeutung hatte die einzige Hallenkirche Hildesheims, St. Lamberti,  für die Bürger der Neustadt schon immer.  Das Gotteshaus brachte die einfachen Handwerker dem Himmel näher.
2. Eine besondere Bedeutung hatte die Engelsburg St. Michael für die
Bürger der Stadt schon immer. Sie ist ein Symbol für die Hoffnung,
dem Himmel ganz nah zu sein.

Die 10 Gebote

Wer die zehn Gebote nicht kennt, der darf nicht zum Tisch des Herrn hinzutreten und der erhält in der Beichte keine Vergebung. Im sündigen Hildesheim gibt es zu viele Bürger, die es mit der Einhaltung der einzelnen Gebote nicht genau nehmen und so ihr Seelenheil in Gefahr bringen.

Einfach teuflisch

Ob als schmucker, aber bocksbeiniger Reiter in der Domschänke oder als seelenfangender Geldgeber, man sollte nicht glauben, wie oft sogar in der Domstadt der Teufel seine Krallenfinger im Spiel hatte.                    

Er hat mich nur selten gezüchtigt

Hildesheimer Ehefrauen plaudern aus dem Nähkästchen: Von der Ehre und den Pflichten ihres Eheherrn,  aber auch von den Freiheiten, die ihm als Mannsbild zustehen.“

Fette Böden – reiche Stadt

Durch die ertragreichen Böden im Umland war die Versorgung der mittelalterlichen Stadt gesichert.  Mancher Bürger rümpfte zwar die Nase über das plumpe Benehmen der Bauern,  wollte aber die Schüsseln stets gut gefüllt haben.

Fremde in der Stadt

Aufgepasst, Bürger! Misstrauisch werden Fremde beäugt, belauert und kontrolliert. Sie haben keine Rechte in der Stadt und müssen sich allerlei gefallen lassen.

Gerstenbräu und Mandelsulz

Ob Gerstenbrei am Morgen mit einem Schluck Sauerbier oder mehrmals pro Tag eine reich gedeckte Tafel mit allerlei Schleckereien, das war eine Frage des Geldes. Kochkünste und Tischsitten vergangener Zeiten werden unter die Lupe genommen.

Handwerk hat goldenen Boden

Wenn sie auch von den Patriziern nicht geachtet werden, braucht man doch die Produkte ihrer Kunst. In den oft einflussreichen Zünften zeigen die Handwerker ihren Stolz. Auch gegen Konkurrenz von außen wissen sie sich zu wehren.

Hansestadt Hildesheim

Hildesheim pflegte als Mitglied der Hanse Verbindungen bis nach Novgorod, Brügge und Bergen und wurde dadurch sehr reich. Sogar ein ehemaliger Freibeuter konnte für seine „Verdienste“ geadelt werden und ins Stadtpatriziat aufsteigen.

Hexen, Huren, Henkersknechte

Menschen, die am Rande der Gesellschaft lebten, gab es in einer mittelalterlichen Stadt genug. Sie wurden verachtet und stigmatisiert, oft auch verfolgt. Trotzdem brauchte man ihre Fähigkeiten oder Dienste. Wie konnte man das aushalten?  Diese Führung ist nichts für Kinder!!

Höker, Händler, Handwerksleute

Aus dem ehrbaren Handelskontor und der bodenständigen Werkstatt ist der Weg zum Pranger manchmal nicht sehr weit.

Hückedahl und Kläperhagen

Auch Hildesheim ist mehr als nur eine Ansammlung von Häusern. Die Namen der Gassen und die Geschichten ihrer Bewohner prägen die Stadt bis heute.

Kinder, Küche, Kirche

Nicht alle Frauen im 19. Jahrhundert ließen sich auf ein Leben ein, das bestimmt war von häuslichen Pflichten und gesellschaftlichen Zwängen. Sie setzten ihren eigenen Willen durch, oft zum Unwillen der traditionsbewussten Bürger.

Kinderführung

Der Schulbesuch ist ein Luxus für Reiche, Kinderarbeit hilft beim Überleben der Familie. Hildesheimer aus verschiedenen Jahrhunderten erzählen aus ihrer Kindheit (Kinder in Begleitung eines Erwachsenen  frei. Eltern haften für ihre Kinder).

Kleider machen Leute

Wer in der Stadt gut betucht seine gesellschaftliche Stellung zeigte, musste trotzdem die Kleiderordnung einhalten, andernfalls drohten empfindliche Strafen. Von Tuchhandel, Mode und anderem Firlefanz.

Lichtscheue Gestalten

Bei Nacht ist Hildesheim durchaus keine friedliche Stadt. Überall trifft man dunkle Gestalten, die die Sicherheit und Ruhe der Bürger in Gefahr bringen können. Gut, dass es die Nachtwächter gibt.

Mädchen, Mütter, Matronen

Jung und begehrt, dann alt und verehrt.  Behütete Jungfrauen kommen „unter die Haube“ und erhalten durch Ehestand und Mutterschaft neue gesellschaftliche Anerkennung. Oder doch nicht? Wer schätzt die Gesetztheit und Würde alter Frauen?

Medizinführung – Die Kunst des Heilens

Von magischen Beschwörungen zum Kräutertee, vom gern angewandten Aderlass zur „professionellen“ Operation: die Geschichte der Heilmittel und der Behandlungsmethoden zeigt dramatische Veränderungen im Lauf der  Jahrhunderte.

Mit Schimpf und Schande

Wer durch sein Verhalten die guten Sitten verletzte, musste mit Geringschätzung, Verachtung und Demütigung durch seine Mitbürger rechnen. Wer den Bogen überspannte, wurde mit  Schimpf und Schande aus der Stadt gejagt.

Mord und Totschlag

Auf den Spuren historischer Kriminalfälle: Auch in der frommen Bischofsstadt Hildesheim waren Mord, Raub und andere Missetaten nicht selten. Die Gerichtsherren hatten reichlich zu tun und die verhängten Strafen waren oft grausam.

Neuer Glaube – neues Glück?

Heimlich traf man sich an versteckten Orten, denn Anhänger des neuen Glaubens wurden als Ketzer hart bestraft. Bewusst wurde der Einzug der Reformation vom Rat behindert – doch der ersehnte Wandel ließ sich nicht stoppen. 

Nikolausführung

Auf den Spuren von Bräuchen und Geschichten der Advents- und Weihnachtszeit. Fröhliches, Besinnliches und Merkwürdiges in den letzten Wochen des Jahres.

Rauhnächte

Die 12 Tage nach Weihnachten sind traditionell eine Zeit voller Aberglauben und Magie. Uralte heidnische Mythen treffen auf christliche Rituale. Mit dem Jahreswechsel sind überlieferte Bräuche fest verwurzelt.

Schrecklich, schummrig, schaurig

Wer hat den Mut, sich nach Sonnenuntergang in finsteren Gassen oder sogar außerhalb der sicheren Stadtmauern aufzuhalten?  In der Dunkelheit wird die Furcht vor dem Unerwarteten groß.

Seelenheil und Bürgersinn

Von Bernward, der all sein Vermögen für das Michaeliskloster einsetzte, über fromme Stiftungen für Hospitäler und andere soziale Aufgaben, die Gründung des Museums, die Wiedererstehung des Marktplatzes bis zu moderner Kunst im Stadtbild – in allen Jahrhunderten spendeten die Hildesheimer großzügig für ihr Gemeinwesen

Sprichwörter, Redensarten

Manche Redensart hat ihren Ursprung in vergangenen Zeiten. Warum war die Hochzeit mit Seilers Tochter eher gruselig? Wer musste einen Zahn zulegen oder dahin gehen, wo der Pfeffer wächst?  Die Antworten hängen oft an der großen Glocke. Niemand wollte zur Sau gemacht werden, besser war’s, wenn man Schwein hatte.

Spuk in der Stadt

Im Wasser lauert der Hakelmann. Tückeboten, Gluhschwänze und andere Geister treiben ihr Unwesen in der Stadt. Doch sie können auch sehr hilfreich sein, wenn man sie nur zu bannen versteht.

Stadtluft macht frei

„Wenn einer seinem Herrn entlaufen, über Jahr und Tag in der Stadt unerkannt zu leben vermag, so ist er frei!“ Schaut aber zunächst in eure Geldbeutel, ob ihr es euch überhaupt leisten könnt, als Bürger im Schutz der Stadtmauern zu leben!    

Tod und Teufel

Dem Tod kann man nicht entwischen. Gut, wer da rechtzeitig für den Weg ins Himmelreich vorsorgen konnte. Doch was steht denen bevor, die einen plötzlichen gewaltsamen Tod finden, vielleicht sogar durch Henkershand? Welche Macht hat der Teufel über die Toten?

Von Tor zu Tor

Wem öffneten sie sich? Wem blieben sie verschlossen? Wen schützten sie? Vom Dammtor bis zum Almstor entschied sich oft das Schicksal der Stadt.

Unruhige Zeiten – von Fehden und Gefechten

Nicht nur der 30jährige Krieg war für Hildesheim eine Katastrophe. Auch davor und danach wurden die Stadt und deren Bürger immer wieder in kriegerische Auseinandersetzungen verwickelt.

Versunkene Klöster

Jeder Bischof, der etwas auf sich hielt, gründete eine fromme Stätte. Was ist aus ihm geworden, diesem Ring aus Stiften und Klöstern um die Domburg herum?

Vor und hinter Klostermauern – St. Magdalenen

Das Magdalenenkloster: einst Hort und Zufluchtsort für „gefallene“ Mädchen und Frauen, später angesehenes Kloster für Töchter wohlhabender Bürgerfamilien. Wo heute zarter Rosenduft den Garten erfüllt, ereigneten sich einst auch tragische Schicksale.                

Wasser in der Stadt

Ohne Wasser läuft in einer Stadt gar nichts. In einem abendlichen Spaziergang vom Novotel zur Stinekenpforte erzählen die Hildesheimer Kostümführer, wie Brunnen und Wasserläufe genutzt wurden. Aber auch die Gefahr, die vom Wasser ausging, wird von Figuren der Hildesheimer Stadtgeschichte deutlich gemacht.

Wenn der Wächter nicht wacht, …

Innerhalb der sicheren Stadtmauern hofften die Bürger Hildesheims, dass ihr Leben und ihr Besitz gut geschützt wurde. Wächter und Türmer versahen zuverlässig ihren Dienst, kontrollierten die Tore und verhinderten Raub und Diebstahl.

Wenn ich geredet hätte, …

Frauen aus der Hildesheimer Vergangenheit legen hinter vorgehaltener Hand Geständnisse ab. Ihre teilweise dramatischen Geschichten sind auf jeden Fall nicht für jedermanns Ohr bestimmt…

Mitglied im BVGD - Bundesverband der Gästeführer in Deutschland e. V. - www.bvgd.org
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